Wir sind still, weil die Ressourcen fehlen. Wir sind still, weil wir unsere Energie beim Versuch aufbrauchen, strukturelle Missstände wett zu machen. Wir sind still, weil wir zu hohe Fallzahlen haben. Wir sind still, weil durch die fortlaufende Sparpolitik noch weniger Ressourcen vorhanden sind, um die Stille zu durchbrechen. Wir sind still, weil das politisch so gewollt ist.
Doch wir von der Kriso finden, dass genug ist. Wir wollen laut sein gegen die Missstände in der Asylpolitik. Laut sein gegen den strukturellen Rassismus, der dafür sorgt, dass Geflüchtete im sowieso schon ressourcenarmen Sozialwesen noch weniger Unterstützung zur Verfügung haben. Wir wollen laut sein gegen zu wenig und unterqualifizierte Betreuung, überfüllte Kollektivunterkünfte, immer noch mehr Sparmassnahmen und tiefere Sozialhilfe für Geflüchtete mit Vorläufiger Aufnahme. Wir wollen laut sein, weil Menschenrechte die Grundlage der sozialen Arbeit bilden. Insbesondere in den Zeiten, in denen der Faschismus wieder erstarkt, wollen wir uns einsetzen für eine solidarische Gesellschaft, die Menschen willkommen heisst und nicht in 12er Zimmer einsperrt. Say it loud, say it clear, refugees are welcome here!
Doch statt mehr Mittel sind sogar weitere Sparmassnahmen geplant. So will der Bund im Rahmen des sogenannten Entlastungspakets 2027 Kürzungen bei der finanziellen Unterstützung von Geflüchteten vornehmen. Diese Massnahme würde einen sowieso schon prekären Bereich zusätzlich belasten.
Organisieren wir uns also gegen Sozialabbau und für eine solidarische Gesellschaft. Gelegenheiten dazu gibt es viele. Egal ob politisch, aktivistisch, im direkten Kontakt mit Betroffenen oder im Hintergrund. Sozis, seid laut und bringt euch ein!
Macht mit bei der Kriso, besucht uns am 1.Mai im Care-Block oder an einer offenen Sitzung.